Circles stiller Coup: Wie die Übernahme von Interop Labs die Cross-Chain-Stablecoin-Landschaft neu gestaltet
Circle hat keinen Token gekauft. Es hat die Menschen gekauft, die eines der einflussreichsten Cross-Chain-Protokolle im Kryptobereich entwickelt haben – und den Token zurückgelassen. Dieser eine Satz verdeutlicht, warum die Übernahme von Interop Labs einen Streit über die Zukunft der Stablecoin-Infrastruktur, die Legitimität von „Team-only“-Deals und die Frage entfacht hat, ob AXL-Holder gerade in Echtzeit erfahren haben, was ihre Token für Insider tatsächlich wert waren.
Der Deal sieht von außen betrachtet klein aus: Ein Stablecoin-Emittent stellt ein Entwicklerteam ein. Doch wenn man die Sprache der Pressemitteilung weglässt, tritt eine bewusste Umstrukturierung zutage, wie sich der zweitgrößte Stablecoin der Welt im nächsten Jahrzehnt zwischen verschiedenen Chains bewegen wird. Circle mietet keine Cross-Chain-Schienen mehr von Chainlink, LayerZero oder Wormhole. Es besetzt seine eigenen – und die AXL-Token-Inhaber, die glaubten, sie stünden auf einer Seite mit dieser Engineering-Organisation, müssen feststellen, dass sie mit dem Protokoll verbunden waren, nicht mit den Menschen.