Australien hat gerade sein erstes Krypto-Gesetz verabschiedet — Hier ist, warum der Rest der Welt zuschaut
Am 1. April 2026 verabschiedete das australische Parlament den Corporations Amendment (Digital Assets Framework) Bill 2025 – das erste umfassende Gesetz des Landes, das Krypto-Börsen und Custody-Anbieter unter denselben regulatorischen Schirm stellt wie Broker, Fondsmanager und traditionelle Finanzinstitute. Für eine Nation, die jahrelang von der Seitenlinie aus zugesehen hat, wie die EU die MiCA einführte und Singapur im Stillen Dutzende von Plattformen lizenzierte, ist dies ein entscheidender Schritt, um ihren Platz am globalen Regulierungstisch einzunehmen.
Aber die Bedeutung geht über die Politik eines einzelnen Landes hinaus. Australiens Rahmenwerk ist das neueste – und möglicherweise pragmatischste – Modell dafür, wie reife Volkswirtschaften digitale Vermögenswerte regulieren können, ohne eine völlig neue Bürokratie aufzubauen. Durch die Einbettung der Krypto-Aufsicht in das bestehende System der Australian Financial Services Licence (AFSL) setzt Australien darauf, dass die Behandlung digitaler Vermögenswerte wie traditionelle Finanzwerte das institutionelle Kapital anziehen wird, dessen Erschließung zweckgebundene Krypto-Regulierungen bisher nur schwer gelungen ist.