Seit fünfzehn Jahren wird der Mempool von Bitcoin – der Wartesaal, in dem unbestätigte Transaktionen liegen, bevor sie in Blöcke gemined werden – auf einer Architektur betrieben, die entworfen wurde, als ein einziger Bitcoin noch Centbeträge wert war. Diese Ära geht zu Ende. Am 25. November 2025 hat Bitcoin Core den Pull Request #33629 gemergt, eine umfassende Neugestaltung namens Cluster Mempool, die die veraltete Transaktions-Sortier-Engine durch ein vereinheitlichtes, clusterbasiertes Framework ersetzt. Geplant für Bitcoin Core 31.0 in der zweiten Jahreshälfte 2026, gehört dieses Upgrade im Stillen zu den folgenreichsten Änderungen auf Protokollebene, die Bitcoin seit SegWit erlebt hat.

Keine neuen Opcodes. Kein Token-Standard. Kein glitzerndes Narrativ. Nur ein fundamentales Überdenken der Art und Weise, wie jeder Bitcoin-Node entscheidet, welche Transaktionen am wichtigsten sind – und warum diese Entscheidung jahrelang subtil fehlerhaft war.