Der USD1-Skandal: Wie ein präsidialer Stablecoin zum größten Krypto-Streit des Kongresses wurde
Wenn ein einziger Stablecoin-Emittent den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu seinen Mitbegründern zählt, eine Umlaufmenge von 4,6 Milliarden USD hält und einen 2-Milliarden-Dollar-Deal für die Börse abwickelt, deren CEO der Präsident persönlich begnadigt hat – dann hat der Kongress Fragen. Eine ganze Menge davon.
Der USD1-Stablecoin von World Liberty Financial hat sich zum am stärksten politisch aufgeladenen digitalen Asset der Geschichte entwickelt. Was Ende 2024 als DeFi-Projekt der Trump-Familie begann, hat sich zu einer umfassenden Kongressuntersuchung ausgeweitet, die den Sonderausschuss des Repräsentantenhauses zur KPC, den Bankenausschuss des Senats sowie Forderungen nach Ermittlungen durch das Justizministerium (DOJ) und das Finanzministerium umfasst. Die Kernfrage ist nicht, ob USD1 technisch solide ist – sondern ob der Stablecoin eine beispiellose Kollision von präsidialer Macht, ausländischem Kapital und regulatorischer Vereinnahmung (Regulatory Capture) darstellt.